Bankathon #5 Berlin: Interview mit dem Diamond-Sponsor Hanseatic Bank

Geschäftsführer Hanseatic Bank

„Wir sind neugierig – man kann sogar sagen hungrig – darauf, neue Services und Produkte zu entwickeln und unsere Kunden damit zu begeistern. Wir probieren gerne Neues aus und arbeiten aktuell an vielen innovativen Projekten. Natürlich erhoffen wir uns auch beim Bankathon mit unserem Team eine Idee, die wir im Anschluss tatsächlich umsetzen können“, so Michel Billon, Geschäftsführer der Hanseatic Bank, der uns in der letzten Frage auch einen Blick hinter die Kulissen gewährt! Beim Bankathon in Hamburg war die Hanseatic Bank das erste Mal als Sponsor dabei, dieses Mal unterstützen sie unser Event sogar im Rahmen eines Diamond-Sponsorings. Vielen Dank dafür! Wir freuen uns auf Euch und drücken dem Hanseatic Bank Team die Daumen!

Kurzer persönlicher Steckbrief

Name:
Michel Billon
Position & Unternehmen:
Geschäftsführer Hanseatic Bank
Wann und was war die erste Begegnung mit FinTech?
Das war 2006 im Zuge der Entwicklung unseres Sofortfinanzierungstools SoFie.

Der Bankathon findet zum ersten Mal in Berlin statt. Lange überfällig oder wäre eine andere Stadt – in Deutschland oder Europa im Allgemeinen – passender?

Berlin als Location für den Bankathon ist auf jeden Fall längst überfällig. Die Hauptstadt ist nicht nur das Zentrum der Politik, sondern auch das der Start-ups und FinTechs. Ich persönlich liebe Berlin.

Diesmal wird sich der Bankathon mit der Auswirkung der PSD2 auf bestimmte Bereiche fokussieren. Welcher Bereich außerhalb von Banking könnte von der neuen EU-Richtlinie profitieren?

Chancen sehe ich hier insbesondere im E-Commerce. Über die jeweiligen Payment-Dienstleister können auf Wunsch des Kunden Daten aus den Kundenkonten ausgelesen und an Drittanbieter weitergeleitet werden. Dafür gibt es sicher viele Anwendungsfälle.

Haben Sie persönlich bereits Hackathon-Luft geschnuppert? Was glauben Sie, sind die größten Auswirkungen von Hackathons auf die Finanzbranche?

Ja, ich war bereits im vergangenen Jahr in Hamburg bei der Auftaktveranstaltung des Bankathon von figo und den Pitches am Ende dabei. Durch Hackathons bekommen die Finanzunternehmen vor allem neue Inspirationen, wohin der Weg in Zukunft gehen kann. Die Aufmerksamkeit gegenüber digitalen Entwicklungen steigt stetig und Hackathons sorgen dafür, dass wir Augen und Ohren offen halten und wachsam bleiben.

Was war der Hauptgrund für Ihr Bankathon-Sponsoring? Welche Learnings erhoffen Sie sich und wie werden diese in den Bankenalltag einfließen können?

Auch wenn wir eine eher mittelgroße Bank sind, haben wir große Pläne für die Zukunft. Wir sind neugierig – man kann sogar sagen hungrig darauf, neue Services und Produkte zu entwickeln und unsere Kunden damit zu begeistern. Wir probieren gerne Neues aus und arbeiten aktuell an vielen innovativen Projekten. Natürlich erhoffen wir uns auch beim Bankathon mit unserem Team eine Idee, die wir im Anschluss tatsächlich umsetzen können.

Stellen Sie ein eigenes Team oder eine API?

Wir werden mit einem eigenen Team an den Start gehen.

Gewähren Sie uns einen Blick hinter die Kulissen? Was können Ihre Kunden in absehbarer Zeit aus der digitalen Schublade erwarten?

Wir sind gerade dabei Access to Account umzusetzen. Dadurch können wir unseren Kunden eine vollständig digitale Antragsstrecke für unsere Kreditkarten anbieten. Außerdem wird unsere App, die wir zusammen mit Visa entwickelt haben, mit Funktionalitäten wie etwa einer personalisierten Transaktionssteuerung weiter ausgebaut. Darüber hinaus arbeiten wir weiter an der Implementierung von Artificial Intelligence-Lösungen entlang der gesamten Customer Journey. Viel Aufsehen wird meiner Meinung nach auch das Thema Instant Payment erregen. Ich halte es für möglich, dass diese Entwicklung für die nächste Disruption in der Bankenbranche sorgt.