Bankathon #5 Berlin: Interview mit Diamond-Sponsor Visa

„Wir erhoffen uns vom Bankathon, dass die Entwickler unsere Visa Developer Platform nutzen und wir dadurch wertvollen Input erhalten, wie unsere APIs eingesetzt und verbessert werden können. Und es wäre natürlich ein Highlight, wenn wir – wie im letzten Jahr – einem Team mit unseren APIs zum Sieg verhelfen könnten“, erklärt Michael Hoffmann die Motivation hinter dem Diamond-Sponsoring von Visa. Wir freuen uns, dass Ihr wieder dabei seid und eine von sechs APIs stellt! 🙏🏻 💪🏻

Michael Hoffmann, Leiter des Visa Co-Creation Centers in Berlin und Geschäftsführer der Spielfeld Digital Hub GmbH

Kurzer persönlicher Steckbrief

Name:
Michael Hoffmann
Position & Unternehmen:
Leiter des Visa Co-Creation Centers in Berlin und Geschäftsführer der Spielfeld Digital Hub GmbH
Wann und was war die erste Begegnung mit FinTech?
Im Payment Bereich gibt es schon lange Unternehmen, die innovative technische Lösungen für Banken anbieten, oder die neue, technologiegetriebene Produkte und Services für Firmen und Verbraucher entwickeln. Insofern war FinTech schon lange, bevor der Begriff bekannt wurde, ein wichtiger Bestandteil meiner Arbeit. Dem Begriff FinTech bin ich wohl im Zusammenhang mit der ersten Welle der Mobile Payment Lösungen zum ersten Mal begegnet.

Der Bankathon findet zum ersten Mal in Berlin statt. Lange überfällig oder wäre eine andere Stadt – in Deutschland oder Europa im Allgemeinen – passender?

Berlin ist einfach die wichtigste Stadt beim Thema Digitalisierung in Deutschland und Mitteleuropa – auch wenn man daran, angesichts der Schwierigkeiten in der Stadt bargeldlos zu zahlen, manchmal zweifelt. Berlin ist ein kreativer Hot-Spot. Hier entstehen so viele gute Ideen, gerade auch im Bereich FinTech. Deswegen zieht es immer mehr Gründer und Investoren aus aller Welt nach Berlin. Bei Visa haben wir Berlin – neben London – ja schon vor einigen Jahren als wichtigen Innovationsstandort in Europa  definiert und dann zunächst unser Visa Collab und nun unser Co-Creation-Center hier im Spielfeld etabliert. Neben Kunden und Partnern aus EMEA arbeiten wir hier auch mit einigen Banken aus Berlin zusammen, die großes Interesse an neuen Ansätzen rund ums Bezahlen haben.

Diesmal wird sich der Bankathon mit der Auswirkung der PSD2 auf bestimmte Bereiche fokussieren. Welcher Bereich außerhalb von Banking könnte von der neuen EU-Richtlinie profitieren?

Die PSD2-Richtlinien setzen die Rahmenbedingungen. Interessant finde ich hier, wie auf dieser Basis ein Mehrwert für den Verbraucher geschaffen werden kann. Durch die vielen neuen Services, die gerade entstehen, kann die Customer Experience weiter verbessert werden. Konkret interessiert uns hier vor allem die Frage, wie in verschiedenen Segmenten, wie z. B. im Bereich Travel oder im Handel allgemein durch die Kombination von Visa APIs mit weiteren Werkzeugen ein Benefit für den Kunden geschaffen werden kann.
Ich bin sicher, dass im Zusammenspiel der globalen Visa Developer Platform mit den europäischen PSD2-Vorgaben beim Bankathon tolle Use-Cases entwickelt werden können.

Hast Du persönlich bereits Hackathon-Luft geschnuppert? Was glaubst Du, sind die größten Auswirkungen von Hackathons auf die Finanzbranche?

Im Spielfeld – unserem Digital Hub in Kreuzberg – sind wir regelmäßig Gastgeber von Hackathons und ich war auch bei den letzten Bankathons in Hamburg und Frankfurt dabei. Besonders inspirierend finde ich immer wieder die Atmosphäre und die Leidenschaft, mit der neue Projekte entwickelt werden. Bei Hackathons stehen meist der Kunde und seine Bedürfnisse im Mittelpunkt. Dies tut gerade der Finanzbranche gut, in der noch immer häufig andere Treiber die Entwicklungen bestimmen – seien es geschäftspolitische Ziele oder regulatorische Notwendigkeiten. Zu guter Letzt zeigen Hackthons auf, wie mit den richtigen Instrumenten, insbesondere guten APIs, in sehr kurzer Zeit und mit wenig Aufwand neue Ideen umgesetzt und getestet werden können.

Was war der Hauptgrund für Euer Bankathon Sponsoring? Welche Learnings erhoffst Du Dir und wie werden diese in den Visa-Alltag einfließen können?

Beim Bankathon können wir die Visa Developer Platform in Aktion erleben. Mit Hilfe dieser offenen Plattform erhalten Entwickler von Händlern, Finanzinstituten, Technologieunternehmen und Start-ups zum ersten Mal seit 60 Jahren einen eigenen Zugang zu den wichtigsten Ressourcen von Visa. Wir machen damit die beliebtesten Produkte und Dienstleistungen von Visa zugänglich – und ermöglichen es den Entwicklern, aus einer Vielzahl von digitalen Lösungen für das Bezahlen auszuwählen. Entsprechend erhoffen wir uns vom Bankathon, dass die Entwickler unsere Visa Developer Platform nutzen und wir dadurch wertvollen Input erhalten, wie unsere APIs eingesetzt und verbessert werden können. Und es wäre natürlich ein Highlight, wenn wir – wie im letzten Jahr – einem Team mit unseren APIs zum Sieg verhelfen könnten.

Stellt Ihr ein eigenes Team oder eine API?

Wir stellen über die Visa Developer Platform unsere APIs zur Verfügung und bieten den Entwicklern Unterstützung bei der Umsetzung ihrer Ideen an. Wir stellen aber kein eigenes Team auf.

Gewährst Du uns einen Blick hinter die Kulissen? Was können Eure Kunden in absehbarer Zeit aus der digitalen Schublade erwarten?

Wir wollen unseren Kunden und Partnern ermöglichen, mithilfe unseres Netzwerks und unserer Werkzeuge selbst neue Services zu entwickeln – das ist wahrscheinlich das wichtigste Element unserer Innovationsstrategie. Aufgrund dieses Wandels von „Made by Visa“ zu „Enabled by Visa“ müsstet Ihr diese Frage daher eigentlich unseren Kunden stellen. Was ich an der Stelle aber sagen kann, ist, dass wir in unserem Berliner Center – neben Co-Creation Projekten – einen starken Fokus auf das Thema „Future of Retail“ legen werden. Hierzu bauen wir derzeit im Spielfeld ein Retail Experience Lab auf, in welchem wir gemeinsam mit Partnern, Kunden und Start-ups spannende Ideen rund um die Zukunft des Shoppings entwickeln und testen werden.