Bankathon #5 Berlin: Interview mit Medienpartner finletter

Um ein Event in der Größenordnung des Bankathon zum Erfolg zu bringen, brauchen wir neben den Sponsoren natürlich auch diejenigen, die über ihn berichten. Deshalb freuen wir uns auch jedes Mal über die Medienpartner, die wir gewinnen können – wie den finletter. Zu Carolin Neumann und Clas Beese verbindet uns eine ganz besondere Beziehung. Vor etwa zwei Jahren haben wir von figo und das Team des finletters noch zusammen im Betahaus hier in Hamburg gesessen. Umso schöner ist es, dass es beinahe eine Selbstverständlichkeit ist, dass wir zusammenarbeiten und uns gegenseitig unterstützen – auch ohne die räumliche Nähe. Mit dem finletter haben Carolin und Clas ein Medium aufgebaut, dass die Branche kennt, schätzt und den wöchentlichen Überblick verschafft, der einem das Gefühl gibt, in der Branche nichts verpassen zu müssen. Warum sie den Bankathon wieder unterstützen, geben sie im Interview preis.

Carolin Neumann & Clas Beese vom finletter sind gleichzeitig Initiatoren der Fintech Week Hamburg

Kurzer persönlicher Steckbrief

Namen:
Clas Beese & Carolin Neumann
Position & Unternehmen:
Gründer von finletter und Initiatoren der Fintech Week Hamburg
Wann uns was war die erste Begegnung mit FinTech?
Clas schon 1998 als Kontoinhaber bei einer Direktbank, auch wenn man damals den Begriff FinTech noch nicht kannte. Und dann hat Clas Carolin 2014 mit dem Thema angesteckt, als er dann schon sein erstes FinTech-Start-up gegründet hatte. Gemeinsam starteten sie das FinTech-Branchenmedium finletter.

Der Bankathon findet zum ersten mal in Berlin statt. Lange überfällig oder wäre eine andere Stadt – in Deutschland oder Europa im Allgemeinen – passender?

Carolin: Wir fanden es als Hamburger natürlich auch toll, als der Bankathon hier stattfand, aber Berlin soll ihn ruhig auch einmal erleben, bevor er dann nächstes Jahr bitte wieder nach Hause zurückkehrt 😉

Diesmal wird sich der Bankathon mit der Auswirkung der PSD2 auf bestimmte Bereiche fokussieren. Welcher Bereich außerhalb von Banking könnte von der neuen EU-Richtlinie profitieren?

Clas: Für das Thema Vertragsoptimierung erhoffe ich mir viel. Mehr Unternehmen werden schlaue Algorithmen bauen, die Kunden helfen, herauszufinden, ob sie die besten Handy-, Internet- oder Versicherungsverträge haben. Und etwas näher am Banking kann PSD2 die Finanzbildung revolutionieren: Man muss dann keine Brettspiele mehr machen, sondern kann seine finanzielle Fitness – bewussten Konsum, aktives Sparen, gesunde Ausgabenstruktur – am eigenen Subjekt, also mit dem tatsächlichen eigenen Vermögen, üben.

Habt Ihr persönlich bereits Hackathon-Luft geschnuppert? Was glaubt Ihr, sind die größten Auswirkungen von Hackathons auf die Finanzbranche?

Clas: Als Medienpartner sind wir natürlich bei dem einen oder anderen Hackathon dabei und beobachten auch Teilnehmer aus der klassischen Finanzwirtschaft, die hier ihre Gedanken preisgeben und dafür mit Inspiration und Feedback belohnt werden. Dass die Produktentwicklung nicht mehr im Geheimen stattfindet, ist neu für die Branche. Diese Art der Coopetition, des Mit- und Gegeneinander, ist eine ganz moderne Art, im Wettbewerb zu stehen.

Was war der Hauptgrund für die Medienpartnerschaft? Welche Learnings erhoffen Sie sich und wie können diese ggf. in einen Bankenalltag einfließen?

Carolin: Als wir den Bankathon 2016 in der Fintech Week erlebt haben, gefielen uns die offene Arbeitsatmosphäre und die Kreativität der Teilnehmer*innen am Besten. Darum wollten wir 2017 auch unbedingt als Partner mit dabei sein. Wenn in klassischen Finanzinstituten auch nur ein Hauch des innovativen Spirit eines solchen Wochenendes zum Standard würde, wäre der Branche sehr geholfen.