Deutsche Börse erwirbt Anteil an figo

DB1 Ventures, das Investmentvehikel der Deutsche Börse AG, hat sich an der Serie-B-Finanzierungsrunde des Hamburger FinTech-Unternehmens figo GmbH beteiligt und investiert einen siebenstelligen Betrag für einen signifikanten Minderheitsanteil. Weitere Investoren sind namhafte Business Angel aus Deutschland. Insgesamt erhielt figo in der aktuellen Finanzierungsrunde rund 6,8 Millionen Euro.

figo ist ein Banking Service Provider und fokussiert auf die Bankeninfrastruktur der Zukunft. Das Unternehmen bietet Kunden und Partnern neben einer Banking API diverse Produkte und Dienstleistungen im Kontext der novellierten Payment Services Directive 2 (PSD2) an.

ankur-kamalia„Das figo Team um André Bajorat hat deutlich gemacht, welche Chancen sich für nahezu alle Akteure der Finanzwirtschaft ergeben und welch enormes Potenzial mit der Umsetzung der PSD2 auf die Branche in Europa zukommt“, begründete Ankur Kamalia, MD & Head of Venture Portfolio Management and DB1 Ventures, Deutsche Börse, das Investment. „In der sich verändernden Finanzlandschaft hat figo sich bereits als verlässlicher Partner etabliert und um sich herum ein enormes FinTech-Ökosystem aufgebaut. Wir wollen das weitere Wachstum unterstützen und an den Innovationen partizipieren, die figo vorantreibt.“

andre-m-bajorat_la%cc%88chelnd_sw„Die Deutsche Börse verkörpert für uns den perfekten Partner – einerseits als Investor, der sich finanziell beteiligt, und gleichzeitig auch als ein strategischer Partner. Kein anderer Player im Segment ‘Financial Services’ steht so deutlich für Neutralität und ist gleichzeitig Infrastrukturanbieter. Mit der Deutschen Börse als Partner bekommt figo in der Branche noch einmal eine ganz neue Sichtbarkeit“, sagte André M. Bajorat, CEO der figo GmbH, zu den neuen Investoren. „Mit den Mitteln der Serie-B-Finanzierungsrunde werden wir die Internationalisierung des Unternehmens vorantreiben und unsere Produkte rund um die PSD2 und die regulatorischen Anforderungen weiter ausbauen.“

dr-marc-umber„Wir begleiten figo nun seit mehreren Jahren. Es ist für uns eine beachtliche Bestätigung, zu sehen, wie sich ein Unternehmen entwickeln kann, wenn die richtigen Personen zusammenfinden, sie eine gemeinsame Vision verfolgen und das Timing stimmt. Das Team von figo hat gezeigt, wie erfolgreich man mit dem richtigen Mindset sein kann“, so Dr. Marc Umber, Investment Manager beim High-Tech Gründerfonds.

 

Über die figo GmbH
figo ist der erste Banking Service Provider Europas und ermöglicht Dritten innovative Services mit Banking-Funktionen. Durch die Integration der figo Banking API können diese ihre Anwendungen, Produkte und Dienstleistungen in kürzester Zeit an derzeit über 3.100 Finanzquellen anbinden. Diese Schnittstelle ist der Schlüssel zu einer multibankenfähigen Finanzplattform, die Nutzern den komfortablen und in erster Linie sicheren Umgang mit Bankdaten garantiert. figo schlägt mit der ‚Banking as a Service’-Plattform die Brücke zwischen modernen Diensten seiner Kunden und über 55 Millionen Online-Banking-Konten in Deutschland und Österreich. Neben FinTechs nutzen auch heute schon Banken und Großunternehmen die Lösung zur Integration von Banking in anwenderfreundliche Kontexte. figos Positionierung ist im Sinne der PSD2 und des damit zusammenhängenden Themas XS2A wegweisend.
figo hat ein dynamisches FinTech-Ökosystem entwickelt und einen neuen Standard generiert, Finanzdaten anzubinden. Damit ist es figo gelungen, die Komplexität zu reduzieren, Bankingservices in Produkte Dritter einzubinden und neue Touchpoints zwischen Akteuren der Finanzbranche und dem Endkunden zu ermöglichen. Die Technologie ist bereits bei namhaften Unternehmen im Einsatz.

Über die Deutsche Börse
Die Gruppe Deutsche Börse ist eine der größten Börsenorganisationen der Welt. Sie organisiert integre, transparente und sichere Märkte für Investoren, die Kapital anlegen, und für Unternehmen, die Kapital aufnehmen. An diesen Märkten kaufen und verkaufen professionelle Händler Aktien, Derivate und andere Finanzinstrumente nach klaren Regeln und unter strenger Aufsicht. Die Gruppe Deutsche Börse sorgt mit ihren Dienstleistungen und Systemen dafür, dass diese Märkte funktionieren und alle Teilnehmer gleiche Chancen erhalten – weltweit.

Über den High-Tech Gründerfonds
Der High-Tech Gründerfonds investiert Risikokapital in junge, chancenreiche Technologie-Unternehmen, die vielversprechende Forschungsergebnisse unternehmerisch umsetzen. Mit Hilfe der Seedfinanzierung sollen die Start-Ups das F&E-Vorhaben bis zur Bereitstellung eines Prototypen bzw. eines „Proof of Concept“ oder zur Markteinführung führen. Der Fonds beteiligt sich initial mit 600.000 Euro; insgesamt stehen bis zu 2 Millionen Euro pro Unternehmen zur Verfügung. Investoren der Public-Private-Partnership sind das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, die KfW Bankengruppe sowie die 18 Wirtschaftsunternehmen ALTANA, BASF, Bayer, B. Braun, Robert Bosch, CEWE, Daimler, Deutsche Post DHL, Deutsche Telekom, Evonik, Lanxess, media + more venture Beteiligungs GmbH & Co. KG, METRO, Qiagen, RWE Innogy, SAP, Tengelmann und Carl Zeiss. Der High-Tech Gründerfonds verfügt insgesamt über ein Fondsvolumen von rund 576 Mio. EUR (272 Mio. EUR Fonds I und 304 Mio. EUR Fonds II).